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Wie finanziere ich meine Buchhandlung?

Unter dem Begriff der Finanzierung werden allgemein alle Maßnahmen zur Beschaffung und Bereitstellung von Kapital verstanden. Es handelt sich dabei um Mittel jeglicher Art zur Finanzierung des Kaufpreises laut Übernahmevertrag sowie zur Sicherstellung des betrieblichen Leistungsprozesses (z. B.: zusätzliche Warenbeschaffung, Neuinvestitionen für PCs, Sanierungs- und Renovierungsarbeiten, zusätzliche Werbekosten). Dies können sowohl eigene Mittel (Eigenkapital), werden wohl aber überwiegend fremde Finanzierungsmittel sein.

Kredite der Hausbank bilden die zentrale Säule der Fremdfinanzierung. Es gibt darüber hinaus eine Reihe von weiteren alternativen Finanzierungsmöglichkeiten, die auch für kleine und mittelständische Unternehmensgründer interessante Alternativen bieten können.

Im Einzelnen handelt es sich um:

  • Öffentliche Fördermittel
  • Leasing (Nutzungsüberlassungsvertrag z.B. für Ladeneinrichtung, Kfz)
  • Factoring (Finanzierung durch Abtretung von Forderungen)
  • Lieferantenkredit (Warenbeschaffung über Verlage und Barsortimente auf Ziel)
  • Beteiligungsfinanzierung (Aufnahme von stillen Teilhabern).

Öffentliche Fördermittel

Unter dem Schlagwort „Öffentliche Fördermittel“ werden alle Programme von Bund, Ländern und der Europäischen Union zusammengefasst, die der Förderung der mittelständischen Wirtschaftsstruktur dienen. Die Art der Förderung erstreckt sich dabei auf: Darlehen, Zuschüsse, Beteiligungen, Bürgschaften oder Garantien. Die öffentlichen Fördermittel sind deshalb nicht in allen Fällen direkte Alternativen zu einem Bankkredit, sondern dienen bspw. als zusätzliche Sicherheiten bei der Kreditgewährung (Bürgschaften).

Fördermittel für Existenzgründer von bestehenden Unternehmen (Unternehmensnachfolge):

  • ERP-Gründerkredit – Startgeld
  • ERP-Gründerkredit – Universell
  • ERP-Kapital für Gründung

Mehr Informationen finden Sie unter: www.kfw.de

Faktoren bei der Kreditvergabe

Bei der Kreditvergabe unterscheiden die Banken zwischen „harten“ (= quantitativen) und „weichen“ (= qualitativen) Faktoren. Bei den harten Faktoren geht es darum, eine Aussage über die zukünftige Vermögens-, Finanz- und Ertragslage eines Gründungsunternehmens zu machen; vor allem über die Kapitalstruktur (z.B. Eigenkapitalquote), über die Verschuldung, über die Rentabilität sowie über die Liquidität eines Unternehmens. Diese Faktoren entnimmt ein Kreditinstitut dem Businessplan: Umsatz-, Kosten- und Ertragsplanung, Investitionsplanung, Liquiditätsvorschau, Unterlagen zu Kreditsicherheiten.

Die weichen Faktoren sollen Rückschlüsse auf die zukünftige Wettbewerbsfähigkeit eines Unternehmens erlauben. Hierfür verlangen Kreditinstitute detaillierte Plandaten. So z.B. Unternehmensstrategie, Management, Mitarbeiterqualifikation, Unternehmensplanung, Controlling, Marktstellung und wirtschaftliches Umfeld.

Joachim Merzbach, Merzbach CONSULTING, Harsum

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